Kinderschutz – widerliches, kollektives Versagen

Gestatten Sie mir bitte, diesen Beitrag mit zwei Zitaten zu beginnen, die die ganze Verworfenheit und unglaubliche Fehlleistung treffend umfassen:

Zunächst die Bundesjustizministerin, die sich vor die Presse stellte und verkündete, daß das Projekt, den Kinderschutz im Grundgesetz zu verankern, zu ihrem großen Bedauern gescheitert sei und zwar „wegen des Mangels an Bereitschaft aller Fraktion, sich zu einigen“.

Das zweite Zitat ist von dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten und Sprecher seiner Partei zu Rechtsfragen, Jürgen Gehb, der sich zu dem gleichen Thema zu folgendem Satz hinreißen ließ: „erst die Tiere, dann die Kinder, irgendwann fordert man dann noch den speziellen Schutz von Dicken, Dünnen oder Greisen!“

Voller Ambition schrieben die beiden Koalitionäre CDU/CSU und SPD im Jahre 2018 in den Koalitionsvertrag, daß es ein wichtiges Ziel sei, den Kinderschutz endlich im Grundgesetz zu verankern. Nun, vier Jahre!!!!!, ich wiederhole vier Jahre!!!! später muß man das komplette Scheitern eingestehen.

Die Wut, das Unverständnis, die Trauer in der Bevölkerung, speziell bei Eltern und Kinderschutzbund, bei Ärzten und Sozialen Organisationen, ist unvorstellbar. Dieses über alle Parteigrenzen hinweg aktive Unvermögen, eine hochgradig wichtige Entscheidung eben nicht herbeizuführen, ist eine schallende Ohrfeige für alle Beteiligten, jeden einzelnen Abgeordneten, zu allererst aber natürlich für die Kanzlerin und ihre Fachministerin.

Läßt man die zu Ende gehende Legislaturperiode Revue passieren, so ist ein Trend unübersehbar: Von starken Lobbys betriebene Vorhaben gelingen erstaunlich schnell, Projekte, die keine große Lobby hinter sich haben, scheitern, werden vertagt oder gänzlich in den Papierkorb geworfen.

Kinder haben leider keine organisierte Lobby wie z.B die Pharma- oder die Autoindustrie. Während hie unfaßbare Gelder mobilisiert werden, um eine Branche zu unterstützen, erlebt man dort nur leeres Geschwätz und kollektive Uneinigkeit.

Kinder, wenig verehrte Abgeordnete und Parteitaktiker, eignen sich nicht als Wahlkampfthema und das nun erfolgende Hin- und Herschieben der Verantwortlichkeit ist nichts anderes als widerlich. Im Bundestag sitzen aktuell 709 !!! (die Zahl ist ein Witz) Abgeordnete, sagenhafte 111 davon, sitzen auf ihren wohldotierten Hintern dort nur, weil sie wegen Überhang- oder Ausgleichsmandaten in dieses Gremium kamen. Sie alle haben ausnahmslos geschworen, das Beste für ihr Vaterland zu leisten. Das haben die Herrschaften wohl vergessen. Gänzlich schmutzig wird die Geschichte, wenn man sich erinnert, mit welch großer Einigkeit und in welcher Geschwindigkeit man bereit war, ohne große Debatte, die Diäten zu erhöhen oder sich andere Gefälligkeiten zuzuschieben.

Gerade in den letzten Wochen und Monaten wurde der Bürger, egal welcher Couleur, massiv enttäuscht, umworben, verachtet und schließlich oft betrogen. Die Grünen zogen sich das Mäntelchen der Geradlinigkeit an, das nun der Kanzlerkandidatin durch selbstverschuldete Wahrheitsbeugungen grob von den Schultern gerissen wurde. Der Saubermann der SPD, Olaf Scholz macht eine mehr als unglückliche Figur bei Wirecard und muß es sich gefallen lassen, daß man ihn als lügenhafte Witzfigur auf einer Hamburger Bühne als Banklobbyisten und Geheimbündler in Sachen Pfändungsverhinderung wegen CumEx-Betrug vorführt. Den linken Parteien geht der Kinderschutz nicht weit genug, die rechten und bürgerlichen Gruppierungen erachten den Vorschlag der SPD-Ministerin für zu weitreichend. Und so vertagt man sich und vertagt sich und streitet und bringt nichts!!!! voran. Oh, Schreck, nun ist die Legislaturperiode vorbei! Das kommt ungefähr so überraschend wie die Tatsache, daß am 24. Dezember Heilgabend ist.

Trefflich streiten sich die Parteien und ihre Möchtegernkanzler und -kanzlerinnen über Benzinpreise, CO2-Abgaben, Agrarsubventionen, Kriegsbeteiligungen, Elektroautozuschüsse und Renten. Aber es scheitern die Bundeskanzlerin, Ihre Justizministerin und mit den beiden ein jeder einzelne der 709 Unfähigen und Verantwortungslosen an der Aufgabe, das höchste Gut, das selbstverständlichste Zentrum unserer Liebe, unsere Kinder und deren Schutz ins Grundgesetz zu hieven.

Unfaßbare Jahrzehnte hat es gedauert, bis man kürzlich endlich beschloß, den Tatbestand des Kindesmißbrauchs gesetzlich als Verbrechen und nicht mehr als Vergehen zu bewerten. Und angesichts der täglichen Warnungen von Sozialverbänden und Ärzten zum Thema Kindswohlproblematik in der Pandemiezeit, wird die von Faulheit und Taktiererei geprägte Vertagung des Problems auf die nächste Legislatur immer unverständlicher und abstoßender. Sechzehn Jahre Angela Merkel haben nicht ausgereicht, dieses zentrale Thema abzuschließen. Ich habe mich aufgrund der großen Leistung und ihrer intellektuellen Fähigkeiten immer gegen das – mir zu flache – Argument gesträubt: „Naja, die hat halt keine Kinder!“ Heute komme ich ins Grübeln und muß zugeben, daß Frau Merkels Energie deutlich auf anderen Ebenen eingesetzt wurde. Das ist leider wahr. Hier hat sie kläglich versagt.

Die weitaus größte Zahl der viel zu vielen und oft unambitionierten Damen und Herren im Berliner Reichstagsgebäude wollen 26. September unbedingt wiedergewählt werden am. Wie aber soll das gehen? Wie soll der mündige Bürger einer Partei, einem Menschen seine Stimme geben, die einen Höcke als Mitglied hat und perverse Hassgefühle verbreitet? Soll man die Grünen wählen, die vor lauter Rettung der Umwelt Vieles andere hintanstellen und ebenso lügen und betrügen wie die anderen Parteien auch? Die SPD mit einem verlogenen Finanzminister, der zwar Gutes tut aber von einem Skandal zum nächsten wackelt, und einer Parteiführung, bei der viele Menschen den Fernseher abschalten? Die Linke? Ich weiß nicht, mir waren Menschen immer schon suspekt, die Gelder verteilen wollen, die Ihnen nicht gehören, da ist einfach zu viel Kommunismus drin in dem Paket. Also CDU/CSU. Ach Du liebe Zeit! Die Hauptbremse bei dem Kinderschutzdesaster mit Prinz Karneval an der Spitze und einem Weltmeister des gemeinen Seitenhiebes aus Bayern. Eine Partei, die es sich leisten kann, einen ausgewiesenen Rechtsradikalen, wie Herrn Maaßen als Wahlkreiskandidaten aufzustellen. Eine Partei, die Oberversager wie Andreas Scheuer und Frau Klöckner in ihren Reihen beherbergt? (Lassen Sie sich bitte von der reinen Persönlichkeitswahl in Sachsen-Anhalt nicht täuschen. Der CDU/CSU geht es bundesweit bei Weitem nicht so gut wie in dem Ost-Bundesland).

Also nicht zur Wahl gehen? Früher wurde ich da wütend. Heute kann ich Menschen verstehen, die sagen, daß sie nicht schuld sein wollen, eine gewisse Gruppierung zu unterstützen, die dann doch wieder nur Lügen und Unzulänglichkeiten hervorbringt, bzw. nach der Wahl etwas völlig anderes tut, bzw. nicht tut, als man vorher versprochen hat.

Ja, da hat man sich also vor vier Jahren einen Katalog zusammengestellt an Dingen, die abzuarbeiten sind. Seither ist viel geschehen und merkwürdigerweise sind gerade jene Projekte, die am teuersten waren, extrem zügig und teilweise mit überraschendem Konsens ja man muß sagen „durchgepeitscht“ worden.

Tut mir leid, liebe Kinder, speziell jene Kinder, deren Mütter und Väter im Bundestag sitzen und untätig zugesehen haben, wie vier wertvolle Jahre, vier unfaßbar ereignisreiche Jahre schlicht verpennt wurden weil alles Andere wichtiger war. Es ist eine unfaßbar schmerzhafte und ungute Situation vor der der Wähler in Kürze steht. Ich habe keine Lust, diese verantwortungslosen Selbstbereicherer und Abtaucher, diese Maskenkaufbetrüger und abgeschmierten Lobbyhörigen zu wählen. Man könnte ja hergehen und sagen, ok, wir wählen das geringere Übel. Aber was die Parteien sich da derzeit so leisten. Ich weiß nicht, da kann ich nichts Geringes erkennen.

Neulich stand die (übrigens von Periode zu Periode ebenfalls immer wieder verschobene) Aufgabe an, den sinn- und hirnlos aufgeblähten Bundestag zu reformieren, die Anzahl der Abgeordneten zu verringern. Unter Führung der CDU/CSU kam ein lächerlicher Kompromiss heraus. War ja klar: wer sägt schon den Ast ab auf dem er sitzt? Diese gewählten Volksvertreter sind einfach nur peinlich, feige und viel zu sehr am eigenen Wohlergehen orientiert. Das ist zutiefst menschlich, wird dadurch aber keineswegs sympathischer. Die Beispiele an Unfähigkeit, Trägheit und Selbstbereicherung, durchsichtiger Taktiererei und lobbyerwirkten Schweinereien, mehren sich von Tag zu Tag. Ungut nur für alle Parteien, egal welcher Ausrichtung, es ist auch die Zeit, da alles herauskommt. Das ist ebenso gut, wenn einst unangreifbare Politiker/innen vom hohen Ross steigen müssen, wie es desillusionierend ist für den Bürger, der sich nun offensichtlich in Händen von skrupellosen Gehirnen weiß, die für wenig Macht und Geld ihre Großmutter samt politischer Überzeugung verkaufen.

Früher sehr geschätzte Frau Merkel, unglückliche Frau Lambrecht, wenig geachtete 709 Versager, Sie alle haben es geschafft, das wichtigste Thema hintanzustellen, es nicht zu einem Ende, nicht mal zu einem Kompromiss, zu bringen. Dafür verdienen Sie die tiefe Abneigung des Bürgers gegen diesen Akt von typischer politischer Taktiererei, von Parteienzwang und Mutlosigkeit, von menschenverachtender Priorisierung der Aufgaben. Wie sollte man jemandem sein Vertrauen schenken, der es in vier!!! (ich fasse es immer noch nicht) Jahren nicht schafft, sich um die Verankerung der Kindsrechtes im Grundgesetz zu kümmern?

Die gesamte Arbeit der Legislaturperiode wird überlagert und zerstört von den aktuellen, widerwärtigen Kaolitionsbrüchen (Vermieter/Mieter-CO2 Abgabe z.B.) bei denen sich die CDU/CSU Fraktion unrühmlich hervortut. Alles ist Wahlkampf. Alles ist abstoßend. Alles ist nicht untypisch.

Ich hoffe, man führt sie in den kommenden Wochen bis zur Wahl am Nasenring durch die Republik und sagt Ihnen einmal deutlich die Meinung. Blankes Entsetzen sprach gestern und heute aus den Kommentaren der betroffenen Institutionen und der Presse. Ich bewundere die Kollegen und Kolleginnen, die bei diesen Sauereien immer noch so sachlich bleiben können und klar und nüchtern in der Sache formulieren, sich aber scheuen, auszusprechen, was das allgemeine Empfinden widerspiegelt und mein persönliches im höchsten Maße:

Ich finde Euch zum Kotzen!

Ihr (verzeihen Sie mir bitte meine Erregung)

Gehhobmidochgern

Wachsende Unterstützung für die GRÜNEN in Sachsen-Anhalt

(Diese Headline steht auf der Titelseite der Grünen im Internet, tolle Interpretation, finden Sie nicht?)

Sehr geehrte Partei der Grünen,

das liest, wer Ihre Homepage in diesen Tagen aufruft. Nun, mir als frei denkendem Bürger, der sich immer gerne informiert, wären da andere Überschriften eingefallen wie z.B. „mit blauem Auge davongekommen“ oder „leider haben wir es nicht geschafft“ oder „Aha, Frau Baerbock besten Dank“ oder „in langsamen Schritten voran“ oder“immerhin ein Viertel der AfD“ …

Die Grünen werden nicht müde, ihre Realitätsbezogenheit und Ehrlichkeit anzupreisen. Beides leidet offensichtlich in diesen Tagen erheblich. Mir fällt da das englische Sprichwort ein: „The higher the climb, the lower the drop“.

Tatsache ist, Sie haben in Sachsen-Anhalt um ganze 0,9 Prozentpunkte den Einzug ins Landesparlament geschafft. Gestern hörte ich die Grünen Co-Vorsitzende in Bayern hierzu im Bayerischen Rundfunk in einem Interview. Ein solches Geschwätz und Gestammel, an sämtlichen Fragen vorbei, eine Ansammlung von auswendig gelernten Phrasen, entsetzlich! Naja, offensichtlich sitzt der Schock tief.

Vielleicht wäre es nicht schlecht, einfach mal zur Tagesarbeit zurückzukehren, den Lebenslauf der Kanzlerkandidatin zu harmonisieren und eine Wahlschlappe als solche ehrlich zu benennen und nicht bei fünf Prozent von einem Erfolg zu schwafeln.

Es ist jammerschade, daß die Politiker der Grünen keinen Deut besser sind als jene der anderen Parteien. Da habt ihr eine historische Chance verdattelt. Und ausgerechnet die Parteiführung trägt massiv dazu bei. Echt schade.

Mit freundlichem aber traurigem Gruß

Ihr

Gehhobmidochgern

„Aus Respekt vor Deiner Zukunft

Wir wollen ein starkes, soziales Land für uns alle – mit Respekt voreinander und ein „Füreinander“ in ganz Europa.“

(Headline-Zitat von der Titelseite der SPD)

Lieber Herr Scholz,

das finden auch die Mitarbeiter und die Inhaber der Warburg Bank, Hamburg und möchten Ihnen, Herr Scholz, an dieser Stelle einmal herzlich danken. Natürlich auch Herrn Tschentscher, der ja auch seinen substanziellen Beitrag geleistet hat.

Wir hoffen alle sehr, daß nicht noch mehr herauskommt von Ihren kostspieligen Geheimtreffen und kleinen Gefälligkeiten und das man Sie zu Wirecard erst nach der Wahl wieder befragt.

Und viel Erfolg auch weiterhin mit Ihrer Parteivorsitzenden. Die Frau hat es echt drauf! Sind Sie sicher, daß Frau Esken nicht für den politischen Gegner arbeitet?

Toi, toi, toi und mögen Sie die Hürde 10 Prozent überwinden. Alles Gute!

Mit wenig freundlichen Grüßen

Ihr

Gehhobmidochgern

Woelki bekommt Besuch aus Rom

Apostolische Visitation.

Ist es Ihnen auch so ergangen? Ich dachte sofort an das legendäre Buch von Umberto Eco oder den berühmten Film mit Sean Connery „Der Name der Rose“ und sah vor meinem geistigen Auge, wie der bösartige Inquisitor bei Unheil verheißender, nächtlicher Dunkelheit in einer hölzernen Kutsche auf einer holprigen Straße dem Ort der Untersuchung, einem Kloster hoch in den Bergen, entgegenwackelt.

Das Transportmittel betreffend wird man beim Vatikan sicherlich auf ein Flugzeug oder eine hochkarätige Limousine zurückgreifen, um die gestrengen Prüfer gen Köln zu chauffieren.

Und warum, liebe Leser, bin ich nicht gespannt, was die Herren Prüfer da finden oder nicht finden werden? Ich finde vor allem die Frage interessant, was sie denn finden dürfen!

Glauben Sie wirklich, daß die Weltmeister im Lügen und Betrügen, im Verschleiern und Aussitzen, der Vatikan zu Rom, ernsthaft daran interessiert ist, einen der ihren, der nur an der Spitze des Eisberges steht und vermutlich (nichts Genaues weiß man nicht) kein aktiver Täter sondern „nur“ Verstecker, Verhinderer und Vertuscher ist, in die Wurst zu machen?

Woelki hat erfolgreich ein Gutachten blockiert, die Veröffentlichung untersagt. Das folgende wurde, da er darin von Vorwürfen freigesprochen wurde, genehmigt. Die einzig anständige (dieses Wort paßt zur aktuellen katholischen Kirche irgendwie nicht) Reaktion auf die vielstimmigen und immer heftiger werdenden Anwürfe selbst aus dem eigenen Bistum, von Kollegen sogar, wäre der Rücktritt dieser verlogenen Fehlbesetzung gewesen, der nachweislich vorbelastete Kuttenträger verschont und vor öffentlicher Verfolgung geschützt hat. Viel schlimmer noch, erneut in Kinderarbeit eingesetzt. Aber Rücktritt scheint für Herrn Woelki ähnlich ausgeschlossen wie für den Teufel, sich mit Weihwasser zu waschen.

Selten hat die Kirche einen so unglücklich agierenden und schmierigen Mann in so exponierter Position gehievt. Wenn er mit Unschuldsblick am Mikrophon steht und beteuert, alles, aber auch alles zu tun, um zur Aufklärung beizutragen, muß man kein geschulter Psychologe sein, um die Lüge darin zu erkennen. Woelki wirkt in diesen Tagen so glaubwürdig wie Trump in seinen besten Tagen.

Den Anstand aber, sein Bistum zu entlasten, einfach zu gehen und auch seinem Chef die Notwendigkeit eines Untersuchungsausschusses zu ersparen, die hat der Mann nicht. Laienverbände, der Bistumsrat, alle rufen unisono: Woelki go home, aber er scheint auf dem Ohr völlig taub.

Er, der selber Bestandteil des Skandales ist, will also mithelfen, diesen aufzuklären. Na bravo! Ungefähr so sinnvoll, wie einen Drogenabhängigen den Giftschrank bewachen zu lassen.

Nein, Herr Woelki, sie sind beruflich tot. Sie haben den Absprung verpaßt und so ziemlich alles verkehrt gemacht was man verkehrt machen kann. Sie haben es drauf, wenn Sie auf die Kanzel steigen, was Sie ja leider immer noch tun, selbst die Weihnachtsgeschichte zu einer traurigen Geschichte zu machen, wenn sie aus Ihrem Munde kommt.

Warum haben Menschen (Woelki ist ja beileibe nicht der erste) in hohen Positionen solche Probleme, zu gehen? Kann Machtgier so groß sein, daß selbst Personen, denen man einen gewissen Grad an Bildung zutrauen dürfte, nicht loslassen können. Woelki macht es jedem Zuschauer dieses unwürdigen Spektakels schwer, ihn lieb zu haben. Man wünscht sich nur, daß er endlich den Stuhl frei macht und man seine Visage im Ornat nicht mehr sehen, seine salbadrigen Reden nicht mehr hören muß.

Woelki sagt, er begrüße die Untersuchung. Klar, was soll er sonst sagen. Er verläßt sich darauf, daß die Kuttenträger aus Rom, sollten sie tatsächlich etwas finden, es genauso machen würden wie bisher: Klappe halten, alles leugnen, man konnte nichts finden. Und sollte es anders laufen, so wäre dies das Ende für den Erzbischof zu Köln. Aber auch das wäre nicht schlimm, denn der Mann weiß ja, daß er am Ende ist, nur hat er den Zeitpunkt für die Bekanntgabe verpaßt. Und es träfe ihn ungefähr so, als teilten die Ärzte einem Totgeweihten mit, man habe auch noch in anderen Organen Metastasen gefunden.

Die katholische Kirche ist voller Metastasen des Ekels, will sagen voll von verbrecherischen Popen und Mitarbeitern, Betrügern im großen Stil (siehe den aktuellen Immobilienskandal Vatikan/London), unversöhnlichen Dogmen (Ökumene) und der absoluten Unfähigkeit einen Schlussstrich zu ziehen. Ist ja auch schwierig, wenn die Mafia das so nicht möchte und die redet da ja ein Wörtchen mit.

Ungeklärt immer noch die Frage, warum ein Herr XY, der sich an einem Kind vergangen hat, strafrechtlich verfolgt wird, ein Kleriker aber nicht. Der wird kirchenintern bestraft, sprich versteckt und versetzt und taucht später wieder auf.

Das Gute an der Geschichte Woelki ist, daß er, der alles unter den Tisch kehren wollte nun erneut eine Aufmerksamkeit erfährt, die er weder wollte noch seine Vorgesetzten erfreuen kann. Herrlich, nun geht man intern aufeinander los! Lehnen wir uns zurück und warten wir ab (erwarten Sie keine Geschwindigkeitswunder) was die apostolische Show, Verzeihung, ich meinte natürlich die apostolische Visitation bringen wird. Visitare heißt in wörtlicher Übersetzung schlicht „besuchen“. Um recht viel mehr als einen Besuch wird es sich auch nicht handeln. Ziel der ganzen Veranstaltung ist nicht, möglichst viel Mieses und Frevelhaftes über Woelki und seine Mannen herauszubekommen, sondern man wird die Köpfe zusammenstecken und gemeinsam eine Strategie entwerfen, wie man den Schaden für die Kirche am geringsten halten kann. Man wird wieder verschweigen, verzögern und erklären, daß man nichts Belastendes gefunden habe.

Josef Ratzinger ist schlau. Der hat den Braten (spätestens seit Boston) gerochen und sich rechtzeitig vom Acker gemacht. Sein armer Nachfolger muß sich nun mit so schmutzigen und unschönen Dingen auseinandersetzen. Sicherlich fragt sich auch der Heilige Vater zu Rom, wer denn so eine ……. (hier können Sie einen Ihnen angemessen erscheinenden Ausdruck selbst einfügen) wie Herrn Woelki zum Kardinal gemacht hat.

Apostolische Visitation. Der Besuch von Aposteln.

Wir werden erfahren, was er erbrachte, dieser Besuch. Solange wird Herr Woelki wohl noch im Amt bleiben. Es sei denn ein Kölner Jeck hat endlich die Nase voll und wirft ihn in den Rhein zur finalen Waschung.

Angewidert von der ganze Mischpoke grüßt sie herzlich

Ihr

Gehhobmidochgern

Frauenquote – Nette Idee geht am eigentlichen Problem vorbei

Das Bundeskabinett hat sich also wieder einmal mit der Frauenquote beschäftigt. Heraus kam ein neues Gesetz, das Unternehmen, die einen Vorstand haben verpflichtet, wenn dieser aus mehr als drei Personen besteht, mindestens einen Vorstandsposten mit einer Frau zu besetzen.

Nun gut, kann man so machen, wenn es denn genügend Frauen mit der entsperchenden Qualifikation gibt. Ansonsten bin ich eher für Qualifikation als für Genderzugehörigkeit. Will sagen, wenn drei Frauen in einem fünfköpfigen Vorstnd säßen, so wäre das auch ok wenn diese eben die geeigneten sind. Quoten sind schon immer ein Deckmäntelchen gewesen und die Gefahr besteht auch hier.

Das alles ist aber in meinen Augen zu  kurz gesprungen. Seit vielen, vielen Jahren frage ich mich schon, wie man die Dreistigkeit der Unternehmen durchgehen läßt, Frauen einfach schlechter zu bezahlen als Männer. Bei gleicher Qualifikation und gleicher Leistung erhalten Frauen in unserem Lande immer noch ein deutlich niedrigeres (unterschiedlich in verschiedenen Branchen, bitte entnehmen Sie Details der in der Folge angebotenen Grafik von „statista“).

Mir ist es völlig schleierhaft, warum es hier nicht einen massiven Sturmlauf gegen diese schreiende Ungerechtigkeit gibt. Es ist einfach nur unverschämt, Frauen beim Einstellungsbespräch grundsätzlich ein niedrigeres Gehalt anzubieten, als Männern. Hier sollte man ansetzen. Nicht nur bei den Vorständen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung betrifft das neue Vorstandsbesetzungsgesetz gerade einmal siebzig!!! Unternehmen in Deutschland. Millionen von Frauen aber werden unfairerweise schlechter bezahlt als Männer, egal ob akademisch gebildetes  Vorstandsmitglied, Verwaltungs- oder Reinigungskraft. Eine wirtschaftliche Gleichstellung könnte hier für Gerechtigkeit und einen enormen sozialen Schub sorgen und wäre weitaus wirksamer als einigen Elitedamen zu einem Vorstandsjob zu verhelfen.

Das meint

Ihr

Gehhobmidochgern

Demaskierung der Gier

Es fällt leicht, in diesen Tagen nachdenklich und angewidert zu sein und sich leicht von sehr lange sehr geliebten Dingen, zu verabschieden.

Irgendwie kommt es derzeit nicht nur zu einer auffälligen Konzentration von ungeeigneten, machtgierigen Personen an der Spitze von Staaten, Firmen und Organisationen, sondern auch zu dem Outing einiger Verbände und deren fehlgeleiteter Präsidenten und Chefs.

Da kann man schon verstehen, daß sich nach dem unwürdigen HickHack um zunächst den Chefsessel der CDU dann die zerstörerische Machtposse um die Kanzlerkandidatur, viele Menschen von der Politik ab- oder anderen politischen Richtungen zuwenden .

Gleichzeitig versuchte eine amerikanische Megabank in Kooperation mit den Besitzern der größten europäischen Fußballvereine (einige davon physisch pleite) eine sogenannte „Superleague“ zu Gründen. Ziel war es, den Spielbetrieb um satte einhundert Spiele zu erweitern, um so den vermeintlich unendlichen Werbetopf noch praller zu gestalten. Dieses gierige Vorhaben hatte eine Halbwertszeit von gerade mal 48 Stunden. Orkanartige Aufregung im Bereich der Fans und der Vernünftigen erbrachten ein desaströses Scheitern. Demaskiert an der Spitze dieser Verschwörung Menschen, die behaupten, den Sport zu lieben und doch nichts anderes im Kopf haben als Geld.

Was im Bereich des Fußballs noch gelang, scheint bei dem Thema Olympische Spiele, zu scheitern. Einst als sportliches Treffen der Jugend der Welt angedacht, sind die Olympischen Spiele heute längst mutiert zu einem Multimilliardenspektakel. An der Spitze des Olympischen Komitees steht derzeit ein Deutscher. Selbst dereinst Olympiasieger. Zutiefst abstoßend ist es, zu beobachten, wie dieser Mann seine Organisation führt und dabei skrupellos mit den Athleten umgeht. Irgendwann auf der Strecke hat das IOC vermutlich vergessen, daß nicht Fernsehrechte und Werbeeinnahmen sondern die Athleten, die Sportler im Mittelpunkt stehen. Zumindest stehen sollten. Weltumspannende Organisationen schaffen es derzeit, die größten Sportveranstaltungen dieses Planeten in Hände zu legen, die vor Blut triefen und bar jeglicher demokratischer Strukturen sind. So werden ungezählte Menschen aus den ärmsten Ländern unter verheerenden Bedingungen versklavt, um in einem Wüstenstaat, der der Ungeeignetste ist auf dieser Erde, um eine Fußball Weltmeisterschaft abzuhalten, um dies eben dort zu tun. Die Vergabe war ein glatter Betrug, die Entscheidungsträger geschmiert, die Politik gebeten, einen Moment wegzusehen.

Haben sie noch die Bilder vor Augen, wie IOC Chef Bach dem Potentaten Putin anläßlch der Winterspiele in Sochi in den Hintern kroch? Erinnern sie sich noch, wie Putin die teuersten Spiele aller Zeiten ausrichtete, was ja auch kein Problem ist, wenn man die Handwerker nicht bezahlt?

Peking war Gastgeber der Sommerspiele, die besonders dadurch auffielen, dass die Athleten in dem sauerstoffarmen Dreckloch keine Luft bekamen, obwohl die Partei die Abschaltung emissionsstarker Fabriken angeordnet hatte. Nun setzt man noch eine schmierige Farce obendrauf und vergibt die Olympischen Winterspiele ebenfalls nach Peking. Die Auswirkungen für sämtliche Beteiligten sind verheerend. Die Olympischen Spiele waren einst Hort und plakativer Spiegel von Demokratie, Jugend und Sport. Eine solche Veranstaltung in ein Land zu legen, dem die Inkarnation von Brutalität, Machtgier und Cäsarenwahn voransteht, ist ebenso hirnrissig wie unentschuldbar. Aber, es zeigt natürlich deutlich, worum es Herrn Bach geht. Winterspiele in Peking sind ungefähr so sinnvoll wie eine Wagner Oper, die unter Wasser gesungen wird. Fussball in Qatar und Skilaufen in Peking geht nun mal nicht. Es sei denn, man möchte Geld drucken.

Dieses Jahr steht ja noch ein weiteres Highlight der Schwachsinnigkeit an: Die Sommerspiele in Tokio. In einigen Wochen sollen sich die besten Sportler dort treffen, um ihre Olympiasieger zu ermitteln. Der japanische Präsident und Thomas Bach kämpfen wie die Berserker, um diesen Unsinn durchzuziehen. In mir lebt immer noch die Hoffnung, daß die Fussballer so viel Traute haben, nicht nach Qatar zu fahren und die Olympioniken so viel Verantwortung übernehmen, Tokio ausfallen zu lassen. Aber auch da geht es, wie offensichtlich überall ums Geld. Werden mir dann die Förderung und mein Status gestrichen? Wie verhält sich der Verband? Bin gespannt, wer und wie viele sich diesem weltumspannenden Unsinn verweigern. Olympische Spiele mit dem klaren Verbot in das veranstaltende Land einreisen zu dürfen, sind nichts anderes als Schwachsinn. In Zeiten, da die Menschheit wahrlich andere Sorgen hat als ein IOC zu füttern, wirken die Auftritte des Thomas Bach getragen von Verachtung, schmierig und so offensichtlich verlogen, daß es einem grausen könnte, daß so ein Mann eine derartige Organisation anführen darf.

Die Presse (ein Lob einmal an dieser Stelle besonders den Aufklärungsjournalisten der ARD Sportredaktion, aber auch anderen engagierten Medien) versucht eine Menge, um die Machenschaften der Funktionäre bloßzustellen. Allein, oft hilft es nichts. Leider. Daher besonders bemerkenswert und erfreulich, wie die Herren von Morgan Stanley und die Vereinsbosse kleinlaut den Schwanz einzogen und ihr Megaprojekt in den Papierkorb legten. Allein, mir fehlt der Glaube, daß dem Wahn hierdurch das endgültige Ende widerfuhr. Wer so außerordentlich geldgeil ist wie z.B. Herr Agnelli, dem fallen sicherlich noch weitere Schweinereien ein, wie man Sportler mißbrauchen kann, um Umsatz zu generieren.

Offensichtlich sind wir als Bürger derzeit ganz schön gefordert! Wo man hinschaut, benötigt man uns. Mal, um zu gehorchen, damit alles vorwärts geht bei der Bekämpfung der Pandemie (und da finde ich, schlagen wir uns besser als so mancher Politiker). Dann müssen wir uns wieder hinterfragen: Sollen wir Sendern wie Sky wirklich Geld in die Hand geben, damit die so einen Mist produzieren? Sollen wir der Werbung und dem staatlichen Lockungs-Support unterliegen und uns ein Elektroauto kaufen und damit eine Technologie unterstützen, die heute schon veraltet ist, die verlogen und rücksichtslos Ressourcen vernichtet, während sie vorgibt, andere zu schützen? Müssen wir Laschets und Söders wählen, wenn wir den einen für ungeeignet den anderen für machtgierig und rücksichtslos halten? Müssen wir es unkommentiert lassen, wenn ARD und ZDF Milliarden!!! bezahlen, um Veranstaltungen zu übertragen, die in sich schon verrückt sind? Sind wir machtlos, wenn uns bis unter die Hutschnur mit Dopingmitteln vollgestopfte Radprofis drei Wochen lang quer durch Frankreich vorgeführt werden und wir jeden Tag denken: Mann, das zahlen die mit meinen Rundfunkgebühren! Haben wir nicht die Verpflichtung, alles ein klein wenig mehr zu hinterfragen? Müssen wir denn wirklich Herrn Zuckerberg folgen, wenn der in diesen Tagen sagt: Entweder Du stimmst meiner rückhaltlosen Durchforstung Deines Mediums zu oder ich schalte Dich ab? Bin mal gespannt, wie viele Bürger sich von Whats App und Facebook verabschieden. Vielleicht weiß Herr Zuckerberg nicht, daß es kostenlose Alternativen gibt? Ebenso wenig wie ich weiß, was ein einzelner Mensch mit dem ganzen Geld anfangen möchte. Zumindest hört man von dem Mann nichts Vernünftiges.

Sie sehen, wo man auch hinblickt, immer wieder sind wir gefordert, unsere grauen Zellen und unsere Entscheidungen einzubringen. Ob wir nun wollen oder nicht. Und manchmal habe ich die Vermutung (besser wohl: die Gewißheit), daß Konzerne wie Politik einfach mit unserer Erschöpfung und Ermüdung rechnen. Im Zusammenhang mit Zuckerberg hört man immer wieder das Argument: Mein Handy kann er ruhig auslesen, ich habe nichts zu verbergen. Gut. Wer so argumentiert, hat den Schuß einfach noch nicht gehört. Die Politiker rechnen ja schon immer mit unserer Vergeßlichkeit und hoffen, daß wir bis zur nächsten „Kreuzchenmachung“ alles wieder in einem positiven Lichte sehen. Auch hier bin ich gespannt, ob man die AfD ebenso abwatscht für ihre unsäglichen Forderungen und dafür, daß Höckes bei denen mitspielen dürfen, wie auch die CDU/CSU für ihre ungeschickten und besessenen Protagonisten wie Laschet, Söder, Merz und aktuell jetzt auch noch Maaßen. Gratulation. Der hat gerade noch gefehlt! Aber, es ist ja nicht verboten, sich selbst zu zerlegen. Scheint ja (siehe die großen Erfolge hier bei der SPD) derzeit schwer in Mode.

Jo, liebe Leser, immer wieder die Gier, immer wieder die Lügen, immer wieder das Geld.

Dieser Tage habe ich mich mal wieder mit dem alten Rom, mit Julius Caesar, Augustus und dem Untergang des Reiches beschäftigt. Es war keinen Deut besser oder anders. Nun, man ging ins Colosseum nicht in die Allianz Arena, man kam in Sänften, nicht im Porsche und ja, Lautsprecheranlagen gab es auch noch nicht. Aber sonst? Man kann erfahren, daß Mord und Totschlag, Ausländerhass, Korruption, Prostitution, Glücksspiel, Mietwucher etc. keineswegs Erfindungen unserer Zeit sind. Es sind einfach Erfindungen der Menschheit. Und ja, das haben wir prima hingekriegt.

Messis und Neymars, Neuers und Harlands sind nichts anderes als Gladiatoren. Und wenn eine Gesellschaft bereit ist, Vereine zu unterstützen, die bereit sind für den Wechsel eines Gladiators von Verein A zu Verein B zweihundert Millionen Euro zu bezahlen, dann stimmt mit dem System etwas nicht mehr. Rom. Sie erinnern sich wie das ausgegangen ist. Machen Sie sich also keine Hoffnung.

Im kleinen Kreis aber, dort wo wir mit unserer Stimme, unserem Geld und unserer Entscheidung beim Einkauf Zeichen setzen können, dort sollten wir das auch tun. Selbst wenn wir auf lange Sicht keine Chance haben, dem Untergang zu entgehen, völlig wurscht, ob uns ein Virus oder Atomkraft zerstört, so kann uns doch keiner zwingen, eine Partei zu wählen in der eine Frau Klöckner Milliarden Tiere quälen läßt und ein derart unsäglicher und verlogener Typ wie Andreas Scheuer Minister sein darf.

Immer wieder und an allen Ecken und Enden begegnet uns die Gier. Und selbst jene, denen es gelingt, unfaßbar erfolgreich zu sein, auch jene hören nicht auf, weiterhin der Gier zu frönen und immer weitere und neure Techniken zu ersinnen, um Gier zu feiern und zur Triebfeder für ihr Leben zu erklären. Mir schwebt der Versuch vor, Putin, Zuckerberg, Netanjahu, Xi Jinping und Konsorten in einen Raum zu sperren und dann das Ganze, quasi wie bei einer der unsäglichen Fernsehshows zu beobachten, um zu sehen, wie diese Leute zurechtkommen, wenn sie unter sich sind und wir, die kleinbedeutenden, aber im Endeffekt alles gutierenden und bezahlenden Versuchstiere, fehlen.

Nun hab´ ich aber eine Menge Themenfelder abgegrast. Aber abschließend hätte ich da schon noch eine Frage: Welche Art von Gier treibt wohl einen Mann an wie dieses Unglück im Priesterrock, Herrn Woelki? Ich überlege seit Jahren und komme nicht auf ein Ergebnis. Helfen Sie mir bitte!

Herzlichen Dank sagt

Ihr

Gehhobmidochgern

Langsam zerrt es an den Nerven

Verständlicherweise steigt die Zahl jener, die da sagen: Da blickt doch keiner mehr durch, wer soll sich das denn alles merken können, ich habe keinen Bock mehr auf dieses Hin und Her!

Nun, in der Tat wird allen Mitgliedern unserer Gesellschaft eine Menge abverlangt. Auch von den Institutionen, den Politikern, vor allem von den Menschen im Gesundheits- und Erziehungsdienst. Zunehmend erfahren wir, wie aus statistischen Zahlen Schicksale, aus Grafiken Geschichten werden. Der Satz einer Intensivkrankenschwester klingt mir im Ohr: „Wir kämpfen jeden Tag, teilweise über Wochen um ein einziges Leben und häufig verlieren wir diesen Kampf. Auf dem Weg nach Hause bin ich dann traurig und treffe auf Menschen, die die Situation leugnen und sich nicht an die Regeln halten.“

So viele Menschen, die keine Verantwortung übernehmen, verschlimmern die Lage und zündeln an der Volkesruhe durch unbedachte oder gezielt provokante Äußerungen oder Taten. Die Dämlichkeit der AfD-Coronaleugner ist ein stetiger Tagesbegleiter, hat aber immerhin den Vorteil, daß der gemeine Wähler nun endlich erkennt, welch geistig schwache Kinder da unterwegs sind. Gänzlich widerlich wird es aber, wenn man eine Krise, die viele Menschen Leben und Existenz kostet, für politische Zwecke ausgeschlachtet und/oder man sich sogar an der Pandemie wirtschaftlich bereichert. Ich bin sicher, das was wir bisher von Nüssleins und Co. wissen, ist nur die Spitze des Eisberges. Wenn man sich vorstellt, daß diese Raffkes einst einen Eid geschworen haben auf die Verfassung …

Aber auch die permanenten Sticheleien der Opposition sind unerträglich. Und an ihnen merkt man, wie verwerflich es ist – speziell in einem Superwahljahr – ständig im Maul zu führen, daß man nur das Volkeswohl im Auge und Herzen habe, in Wirklichkeit um jedes Prozentpünktlein kämpft und dabei oft jenen Menschen nach dem Munde redet, die entweder keine Ahnung oder kein Verantwortungsbewußtsein haben. Speziell die FDP tut sich da, zuallervorderst der Parteivorsitzende, unrühmlich hervor mit ständiger Schlauschwätzerei und Besserwisserei, ohne jemals Verantwortung zu übernehmen. Unbestritten, die Regierung macht eine Menge Fehler, aber, sie macht auch einige Sachen verdammt gut. Und großzügig. Daß nicht alle und ein jeder gerettet werden kann ist ebenso klar wie im Einzelfall bitter.

Plakativ wird uns vor Augen geführt, was für ein verwöhnter, degenerierter Haufen wir geworden sind. Und zwar global. In der Tat verzweifeln Menschen, wenn sie gewisse Verhalten nicht mehr ausleben dürfen und die zwei bis drei Urlaube nicht darstellen können. Ebenso lernen wir, wie weltweit ein Wirtschaftssystem zusammenbricht, wenn wir nicht global reisen, einkaufen und konsumieren. Wer bisher nicht wußte, wie sehr wir längst in allen, ausnahmslos allen Bereichen vernetzt sind, dem bringt die Pandemie dies gerade sehr deutlich bei.

Autos können nicht gebaut werden wegen fehlender Einzelteile (siehe Chips), für Pharmazeutika fehlen die Grundstoffe, Produkte gelangen nicht von A nach B, Kultur und Bildung sind extrem beeinträchtigt und der junge Mann, der einen Lehrvertrag hat als Koch stand noch nicht einen Tag am Herd. Die Reihe der Beispiele ist endlos lang.

Der weinende indische Intensivarzt kommt mir nun vor die Augen, der am Tor steht und die todgeweihten Menschen, die am Eisen rütteln, wegschicken muß, da er niemanden mehr aufnehmen kann. Selbst wenn er wollte, er hat keine Medikamente, keinen Sauerstoff und nicht ausreichend Fachkräfte…. Indien hatte vorgestern 341.000, gestern 350.000 Neuinfektionen. Wohl gemerkt pro Tag!!! Und dann gibt es da so Vollidioten wie einen Jair Bolsonaro, der es mit seinem skrupellosen und verbrecherischen Geist bis ins Präsidentenamt geschafft hat, der eine Pandemie leugnet, Maßnahmen nicht ergreift.

Viele Nerven liegen mittlerweile blank, Vieles wird erkannt, eine Menge wird vertuscht, eine ganze Menge wird verkehrt gemacht. Richtig. Doch sollten wir nicht alle etwas mehr Demut an den Tag legen, mehr Vertrauen entwickeln, den Wissenschaftlern glauben ohne nachlässig oder leichtfertig zu werden? Wem hilft es denn, wenn man sich gemein macht mir Leugnern und Kritikern, die nichts aber auch gar nichts zu bieten haben außer eben Kritik? Wie leicht ist es doch, sich hinzustellen vor jedes Mikrophon, das dargeboten wird und zu wettern, ohne selbst Konstruktives anzubieten oder zu leisten?

Natürlich war es blauäugig und eine echt deutsche Verwaltungs- und Entscheidungsleistung, die Impfstoffentwicklung mit Milliarden zu fördern, für sich selber aber nicht oder zu wenig zu bestellen. Somit diese Verzögerung, daher auch der Ärger. Logisch. Nun aber den einen oder anderen Impfstoff zu diskreditieren bringt erneuet in der Sache nichts, verunsichert aber massiv die Bevölkerung, trägt bei zur von Verschwörungstheoretikern so geliebten Miss- und Unsicherheitsstimmung im Lande.

Versuchen wir doch, einander zu helfen. Dort wo wir dies können und dort, wo wir dürfen. Schnappen wir uns jene Mandatsträger, die sich am Leid anderer bereichern, machen wir das Kreuz des Wahlberechtigten nicht bei jenen, die sich selber für den Nabel der Welt halten, kaufen wir regional so gut es geht, halten wir uns an die Regeln so gut es geht und helfen wir jenen, die unseren Kindern und Kindeskindern helfen. Schwätzen wir nicht schlau, sondern machen in unserem kleinen Rahmen das was möglich ist. Und tun wir das überzeugt. Wenn junge Menschen denken, die Welt bricht zusammen, wenn sie sich nicht maskenlos nachts an Main, Isar oder Elbe besaufen dürfen, so sagen wir ihnen doch, wie hirnrissig dieses Verhalten ist. Und ja, unsere Grundrechte werden schon eingeschränkt. Aber mal die Frage: Macht das eine Regierung aus Spaß daran oder hat nicht der Virus angefangen, unsere Rechte und Möglichkeiten einzuschränken?

Ein jeder Tag zählt und eine jede unserer Reaktionen zählt. Wir sind es, die das Klima in unserem Bereich schaffen, die Lebensumstände gestalten. Ungezählte Familien sitzen in schlecht belüfteten, kleinen Wohnungen eng aufeinander und sind ganz anders gefordert als viele Bürger, die über Raum, Geld und Möglichkeiten verfügen, die Situation erträglicher zu gestalten. Viele Mütter, Väter, Omas, Opas, Tanten und Freunde, Nachbarn leisten Heroisches in diesen Tagen. Versuchen wir dort zu helfen, wo es Sinn macht. Die Entwicklung ist ernst und sicherlich ist man gut beraten, die Lösung, die Befreiung, nicht für morgen oder übermorgen zu erwarten. Da es so eine Lage weltweit noch nie gab in den modernen Zeiten, ist sie für jedermann neu. Und daher gibt es auch keine Patentlösungen. Ein wichtiger Parameter ist auf alle Fälle die Geduld. Ja, sie wird derzeit extrem strapaziert. Aber sie kann uns immens helfen, mit uns, mit der Lage und unseren Mitmenschen klarzukommen.

Ich bin gestern geimpft worden. Die Menschen, die mir dort begegneten, waren größtenteils Ausländer. Menschen von einer ausgesuchten Fokussiertheit und Freundlichkeit. Und ja, es war AstraZeneka, der Stoff, den so viele Menschen ablehnen. Das darf jeder für sich entscheiden, klar. Aber, es war eine spannende Erfahrung, an einem Sonntagabend um 21:00 Uhr einen gut gefüllten, riesigen Parkplatz zu erleben und zu wissen, daß diese helfenden Hände bis 22:30 helfen. Ich war überrascht, wie viele junge, ja sehr junge Menschen, sich impfen ließen. Es scheint sich eine Menge zu bewegen. Bewegen wir uns doch mit, legen Vorurteile ab und uns gute Nerven zu.

Ihr

Gehhobmidochgern

Gerangel auf niedrigstem Niveau

Nun ist sie also vorbei, die grausame Kür des Kanzlerkandidaten. Zwei sogenannte Volksparteien gaben sich alles andere als volksnah. Es ist eine neue Erfahrung für den Bürger, daß die Auswahl eines Kanzlerkandidaten so abscheulich und abstoßend gerät, dass einem unwohl wird, begegnet es einem in Presse, Funk und Fernsehen. In ihrer Eitelkeit haben die beiden Streithähne völlig verdrängt, welch verheerende Außenwirkung ihr unwürdiges Gerangel generiert hat.

Natürlich bedarf es eines gerüttelten Maßes an Selbstbewusstsein und Zielgerichtetheit, sonst kann man in dem Haifischbecken Politik sicherlich keinen Blumentopf gewinnen. Die gänzliche Außerachtlassung aber von Würde, Ehre, Rücksichtnahme und Spielregeln, hat dem Wähler – und dafür sollte er dankbar sein – doch sehr deutlich gezeigt, um welch Geisteskinder und was für besessene Protagonisten es sich bei den beiden Kandidaten handelt.

Und so ist es völlig legitim, sich zu fragen, ob man von einem der beiden als Kanzler vertreten werden möchte. Einem Amt, bei dem es sicherlich in hohem Maße auf Verläßlichkeit und Geradlinigkeit ankommt. Markus Söder hat gezeigt, daß praktisch eine jede Formulierung von ihm nur mit einer Goldwaage zu qualifizieren ist und sein Wort oft nicht einmal die Haltbarkeit von 24 Stunden erreicht. Laschet auf der anderen Seite erweckt Bedauern in seinem unausgesetzten Kampf um Macht. Man hat das ja häufig bei klein gewachsenen Menschen, daß das Geltungsbedürfnis außergewöhnlich ausgeprägt daherkommt. Die Geschichte ist voll von solchen Figuren. Warum es einem Mann wie Armin Laschet nicht genügt, Ministerpräsident zu sein, kann nur Armin Laschet selbst beantworten. Der Mann hat Bildung und sicherlich wird er wissen, was ein Phyrrussieg ist. Besonders schmerzlich feststellen wird er das am Abend des 26. September diesen Jahres, wenn viele Menschen dieses Landes nicht wählen gehen, sondern Denkzettel verteilen.

Mein Leben lang haben mich immer Menschen beeindruckt, die eine große Leistung vollbrachten und dann von der Allgemeinheit gebeten wurden, eine bestimmte Position auszufüllen. Immer schon suspekt waren und sind mir Menschen, die um jeden Preis etwas werden wollen und dabei eine gesunde Selbsteinschätzung vermissen lassen. Beispiele Von Menschen, die ohne berufliche Existenz oder Ausbildung, quasi von der Schulbank in das Politamt hasteten, gibt es leider zuhauf. Stellvertretend mögen hier die Namen Lindner oder Nahles genannt werden.  

Die Art, bzw. die Unart, mit der sich Söder In Bayern gegen seine Konkurrentin, Ilse Aigner, vor allem aber gegen Horst Seehofer an die Spitze der Partei und des Freistaates Bayern geputscht hat, hätte eine Blaupause sein können für sein jetziges Benehmen in Sachen Kanzlerkandidatur. Seinen Kontrahenten als altmodischen, verstaubten Langsamdenker darzustellen und sich selber als den heilsbringenden Modernisierer, ist nichts anderes als eine bodenlose Unverschämtheit. Aber, so ist Markus Söder und ich bin sicher, er wird sich nicht ändern.

Die politischen Gegner – speziell die Grünen – werden Freudenfeste feiern und das größte vermutlich in jener Nacht, wenn die Stimmen der Bundestagswahl ausgezählt sind. Quantifizieren kann man im Moment natürlich noch nicht, wie viele Wahlberechtigte diesen Affenzirkus als so abstoßend erachten, dass es ihnen unmöglich ist, bei der Union ihr Kreuzchen zu machen. Aber – und da muss man kein Wahrsager sein – es werden viele sein. Denn zu vielen Menschen ist auch noch bestens in Erinnerung, wie Armin Laschet sich von Talkshow zu Talkshow hangelte, als er Parteichef werden wollte und dabei teilweise legendären Unfug erzählte. Nein, als Nachfolger einer Angela Merkel kann und will ich diesen Mann nicht sehen.

Nach Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber hat sich nun ein weiterer Bayer eine blutige Nase in der Bundespolitik geholt. Wann wird man dort endlich begreifen, daß der Freistaat Bayern ein föderatives Mitglied Der Bundesrepublik Deutschland ist. Eines von sechzehn. Daran ändert auch nichts, wenn man als ausgewiesener Rumpelfüßler mit brachialer Gewalt und schlechten Manieren auftritt.

Stellen sie sich doch bitte mal vor, wie Markus Söder in den nächsten Wochen und Monaten engagierten Wahlkampf betreibt für Armin Laschet. Wenn sie jetzt auch schmunzeln, dann beenden wir beide diese unsägliche Geschichte mit einem Lächeln und stellen fest, was gescheite Menschen schon am Anfang sagten: Es wird nur Verlierer geben.

Bleiben Sie gesund und aufmerksam und lassen Sie sich nicht alles gefallen.

Bis demnächst

Ihr Gehhobmidochgern   

Die Dummheitsfischer …

Gestern hat ja der Parteitag der AfD begonnen. Und irgendwie scheinen die Parteien derzeit Spaß daran zu finden, sich selbst zu zerlegen. Das Fazit gleich zu Beginn: Nicht gut für die Bürger dieses Landes, nicht gut für die Politik im Allgemeinen.

Dem spektakulär überflüssigen und vom Ergebnis her desaströsen Parteicheffindungsverfahren der SPD mit konsequent logischem Verlust an Wählerstimmen, folgt nun ein Stimmenvernichtungskampagne der CDU/CSU. Aber mal ehrlich: Ist es nicht längst überfällig, daß die Mauscheleien und Selbstbedienungen der gewählten Volksvertreter endlich an den Tag kommen und der mündige Bürger nun alle Möglichkeiten hat, (nochdazu in einem Superwahljahr) seinem Mißmut durch das Setzen von Kreuzen systemrelevanten Ausdruck zu verleihen? Mir ist es auch völlig egal, ab die Menschen links oder eher bürgerlich konservativ orientiert sind, aber eines geht gar nicht: rechts außen!

Dieses Land hat zu viele und zu bittere Erfahrungen mit rechts gemacht, als daß man hier ein Auge zudrücken könnte und das widerliche Verhalten der AfD als Nebenthema zu behandeln oder zu betrachten.

Über alle Kanäle war gestern der Rechtsaußen der Partei, Björn Höcke zu hören und zu sehen. Ich wollte es erst nicht glauben, daher habe ich mir das mehrfach angehört. Den Satz angehört. Zitat:“ Wir haben eine herbeigetestete Pandemie!“ Logische Konsequenz: Was testet ihr so viel, da kommen nur viele positive Ergebnisse heraus!

Etwas derart Dämliches habe ich im politischen Alltag noch nie gehört. Gleichzeitig ist diese fatale Äußerung eine schallende Ohrfeige für all jene in den Krankenhäusern, Intensivstationen, in den Ämtern und vor allem für jene, die den Verlust eines oder mehrerer lieber Menschen beklagen. Aber, ich denke mal, dieser Schwachsinn hat auch seine gute Seite. Denn ein jeder, der sich im Vorfeld der Wahlen ein Bild von Höcke oder der AfD machen wollte, hat nun einen weiteren Mosaikstein an der Hand, um das grausame Bild zu vervollständigen.

Leider ist es Wahrheit geworden und seit dem Siegeszug des Internets eine fürchterliche dazu, daß man Alles und Jedes behaupten kann und sei es noch so ein Unfug. Diese Strategie geht davon aus, daß ein Körnchen immer hängen bleibt. Denkt man an die vielen völlig erschöpften Mitglieder der Gruppe der Pflege und Heilberufe, so fällt es aber schwer, Höckes Äußerungen stillen Blutes zu ertragen.

Der rechte Flügel der AfD versammelt die Dümmsten der Dummen und die Brutalsten der Brutalen um sich, um das zu erzielen, was hoffentlich niemals Wahrheit werden kann in diesem Land. Darum ist es ja so wichtig, den Anfängen zu wehren. Wer derart verquere und inhaltlich so falsche Aussagen glaubt und den Hass in den Augen eines Mannes sieht, der machtbesessen alles tut, seinen Parteichef zu beschmutzen und unmöglich zu machen, der benötigt dringend Hilfe und Aufklärung. Dies fällt aber natürlich umso schwerer, wenn sowieso so wenig Hirnmasse vorhanden ist, daß man solchen Menschen und ihren Ideen nachfolgt. Die AfD geht gezielt auf gewaltbereite, untergebildete und altnationale Menschen los, die außer der Maxime: „Deutschland den Deutschen“ wahrlich kein inhaltliches politisches Programm aufzuweisen haben. Wäre das Deutschland der Jetztzeit ein bildungsstarkes, stabil demokratisches Land, so müßte man sich eh keine Sorgen machen. Doch das ist dieses Land leider nicht mehr. Der Bildungsmangel ist greifbar, das historische Verständnis völlig verarmt und die Tatsache, daß in der Tat ein Kulturwandel geschieht, all diese Entwicklungen leisten Vorschub für rechtes Gedankengut und gebären in der perversen Ausformung so entsetzliche Figuren wie Björn Höcke oder Alice Weidl und ihre skrupel- und verantwortungslosen rechten Fehldenker mit der Liebe zum Baseballschläger.

Im Internet gibt es alles an Meinungen zu finden und erstaunlicherweise auch Dinge, von denen man dachte, sie wären durch wissenschaftliche Studien längst widerlegt und/oder erklärt. Noch immer gibt es Menschen, die glauben, daß die Erde eine Scheibe, der Papst unfehlbar, der Messias noch auf dem Wege und die Erderwärmung ein Werbegag der Kühlschrankhersteller ist. Viel, viel schlimmer als der Covid 19 Virus ist der unausrottbare Virus Dummheit, der – wie man leider immer wieder erkennen kann – fällt er auf seichten Geistesboden, zu unfaßbaren Auswüchsen und Gewaltbereitschaft führen kann.

Die rechten Übergriffe nehmen in besorgniserregender Zahl zu, dies speziell im Osten (tut mir leid, aber wahr) und leider muß man erkennen, die Verfolgung dieser Taten oft schleppend oder nur halbherzig betrieben wird, da in den exekutiven Organen selbst viele Sympathisanten des rechten Gedankengutes anzutreffen sind. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Polizei und Ordnungsämter beugen sich oft der Gewalt, demissionieren, schauen weg oder sind ohnmächtig gegen die Brutalität. Eine Vielzahl von Gemeinden hat, ob der Angst um die eigene Familie, null Bock mehr auf ein öffentliches Amt in der Kommunalpolitik.  Leider und bedenklicher weise reicht es heutzutage schon, sich ausländerfreundlich zu äußern, um auf der eigenen Terrasse erschossen zu werden. Ob sie es nun wahrhaben wollen oder nicht, und unterstellt man mal Böses: Vielleicht wollen Höcke und seine Freunde dergleichen Reaktionen im Kampf (ja es ist mittlerweile ein Kampf) um das Deutschland für die Deutschen? Höcke und Co. tragen Mitverantwortung dafür, daß solche Dinge passieren. Und das – unfaßbar – ist Ihnen recht.

Bloß gut, daß die AfD den ausgewachsenen Hass, der in ihr lebt, auch prächtig dafür einsetzt, sich selbst zu zerfleischen. Ein Mann wie Höcke ist so ungeschickt, schlicht im Kopf und aber auch ehrlich (muß man sagen), daß er zugibt, daß man Jörg Meuthen für diese Wahl noch benötigt, ihn aber spätestens im November, beim nächsten Parteitag, vom Hof jagen werde. Kein Kommentar. Nur Kopfschütteln vor so viel hassgetriebenem Geist. Höcke und Konsorten bringen es fertig, die angesammelte Wut gegen die eigenen Leute zu richten, anstatt den politischen Gegner in´s Visier zu nehmen. Gut so. Ein in sich zerstrittener Gegner ist ein schwacher Gegner.

Meine große Hoffnung lebt, daß eine Vielzahl jener Bürger, die bisher ein Kreuzchen bei der AfD gemacht haben oder dies nun vorhatten, sich diesen Komplex der Aggression und Dürftigkeit, der zurückgerichteten, archaisch dummen Politik ohne Konzept, sich abwendet und ihr Vertrauen den demokratischen Gruppierungen schenkt. Gruppierungen, die keineswegs fehlerfrei, anständig oder immer auf dem richtigen Pfad sind. Zugegeben.

Doch ist es allemal besser, sich zu streiten und verschiedener Meinung zu sein, als glattrasierte Schädel durch die Straßen zu treiben und Ausländer zu jagen, zu verletzen und gar zu töten. Es darf einfach nicht sein, daß man in unserem Land mit einer derart schlichten Aussage wie „Ausländer raus!“ Erfolg haben darf.

Heute geht der Parteitag weiter und ich bin mal gespannt, was die Damen und Herren heute anbieten. Der gestern angenommene Antrag „Austritt aus der EU“ war schon ein richtungsweisender Anfang (der bedauernswerte Parteichef schüttelte lange und verzweifelt den Kopf, denn er wußte, das kostet wieder Zuspruch beim Wähler)

Wir sind zwar immer nur eine Person, eine Stimme. In dem großen Getriebe oft nicht wahrzunehmen. In Summe aber sind wir unfaßbar mächtig und stark. Aber, in vielen Fällen leider auch anfällig für Gemeinheiten, Unwissen und Gewaltbereitschaft. Gegen die Afd zu sein, ist meiner Meinung nach, nicht politische Überzeugung, sondern eher Bürgerpflicht. Mit Menschen, die angesichts von Millionen Toten weltweit von einer herbeigetesteten besseren Grippe sprechen, kann man nicht ernsthaft zu tun haben wollen.

Bleiben Sie bitte gesund, demokratisch und wenn es geht: gut gelaunt!

Ihr

Gehhobmidochgern

Es geht ganz schön schnell

Beobachtet man den derzeitigen Niedergang der politischen und wirtschaftlichen Kultur im Kontext mit der Veränderung des Klimas auf diesem Planeten, so fällt mir auf: Es geht ganz schön schnell.

Es mutet einen an, als wollte der Planet sich wehren gegen das, was ihm an an Luft, Wasser und Erde angetan wurde und wird.

Man kann immer wieder feststellen, daß der Mensch, der sich ja selber oft und gerne als Krone der Schöpfung sieht, nicht geeignet ist, helfend oder rettend einzugreifen. Zu sehr stehen jeweils eigene Interessen im Vordergrund, was umso erstaunlicher ist, da ja diese aktuell agierenden Menschen auch einmal Kind gewesen sein müssen und daher auch Dinge wie Hunger, Schmerz, Einsamkeit, Liebesentzug, Trauer, Sorge, Freude, Trennung, Mangel in irgendeiner Form kennengelernt haben sollten. Und auch der mächtigste Mensch der Welt benötigt gesunde Nahrung und sauberes Wasser.

Die Verschmutzung und Inhabitabelmachung unserer Heimat Erde geht einher mit der Verrohung der Sitten, der Ethik und der Menschlichkeit im geschäftlichen und politischen Umfeld. Irgendwie haben wir es geschafft, das eigene Ego derartig brutal in den Vordergrund zu stellen, daß dies mittlerweile zu globalen Schäden führt, die sich nicht auf Klima und Ernährung beschränken, sondern weitreichende Folgen auch auf Edukation, Friedensfähigkeit und Liberalität des Geistes und der Wissenschaften verursachen.

Es ist nicht so – und das ist das eigentlich Verwerfliche an der Lage – daß die Verantwortlichen nicht wüßten, daß das, was sie veranstalten, verkehrt ist. Nein, sie wissen es ganz genau, aber es ist ihnen egal oder der eigene Machterhalt, die Mehrung des eigenen Ansehens und des persönlichen Vorteils, des eigenen Vermögens stehen auf menschenverachtende weise im Vordergrund und bestimmen sämtliche Entscheidungen. Und das, obgleich ein jeder Staat in seiner Eidesformel den Passus führt, daß das Wohl des eigenen Volkes zu mehren und zu schützen ist.

Auch in Myanmar ist das so. In Syrien, Russland, Brasilien oder China.

In China kann man beobachten, wie ein gerissener und völlig skrupelloser Diktator und Tyrann, das größte Land der Welt in ein Hamsterrad der Machtgier zwängt und es dabei schafft, die Menschen so zu verblöden und gewaltsam zu unterdrücken, daß diese glauben, alles sei der Wille der übermächtigen Partei. Sich kommunistische Partei zu nennen und dann einen Diktator an die Spitze zu wählen, der das Mandat auf Lebenszeit beansprucht, ist geradezu bühnenreif und grotesk!

Aber nicht nur verschlagene und machtkranke Staatenlenker setzen die Diktatur ihrer Idee an die Spitze des Denkens, auch Großkonzerne und deren Chefs können und tun das.

Jeder Mensch, der ein Handy oder einen Computer sein eigen nennt, kann und darf täglich erfahren, wie mit ihm umgegangen wird und mit welch unfaßbarer Gier und Brutalität um eine Marktposition, die Marktführung gekämpft wird.

Mit immer neuen Tricks werden private Daten abgegriffen. Google und Microsoft versuchen derzeit, die Kontrolle über alles zu erlangen was sich auf Rechnern abspielt. Der Kunde wird gar nicht gefragt, welches Betriebssystem er denn gerne hätte und welchen Browser. Die Industrie ist eine unheilige Allianz eingegangen mit mächtigen Konzernen und den eigenen Umsatzinteressen. Natürlich läßt Microsft sich dies viele Milliarden kosten. Aber dort kann man sicher sein, daß diese x-fach zurückkehren. Und nicht zu vergessen, anders als bei einem Normalbürger, der einer festen Besteuerung zugeordnet ist, die wiederum einem sehr strengen Monitoring unterliegt, zahlen diese Giganten so gut wie keine Steuern. Ein globales Unding und von Tag zu Tag werden diese Apples, Amazons und Googles immer mächtiger und reicher und von Tag zu Tag wird es dadurch immer schwerer, Kontrolle über sie auszuüben. Zumal sich bei den Konzernchefs eine Mentalität entwickelt hat, daß möglichst wenig abzugeben nicht unsozial sondern clever ist.

Der große Steve Jobs kam, vom Tode gezeichnet, zu der Quintessenz, daß diese Jagd nach Geld und Macht ein kompletter Unsinn ist und am Ziel, an der Grundidee eines menschlichen Lebens völlig vorbei geht. Gleichzeitig aber hat sich ein gewisse Selbstverständlichkeit bei der Besetzung des Vorstandspostens breitgemacht, die besonders auf Brutalität und Shareholder Value ausgerichtet ist, nicht auf den Erfolg des Unternehmens als Gesamtkonzept im Konsens und im Konzert der Bevölkerung, der Länder, der Erde.

Das Kapital beherrscht und steuert längst und unübersehbar die Politik. In unserem Lande, der Bundesrepublik Deutschland hat man z.B die Autoindustrie zur heiligen Kuh erklärt und wird auch nur der kleinste Versuch unternommen, diese Macht zu kanalisieren oder zu vermenschlichen, so droht der jeweilige Konzern mit einem bevorstehenden Desaster und dem Verlust von Arbeitsplätzen was dann natürlich die Politik zu verantworten hätte. Kaum ein Verantwortlicher hat in dem Thema so versagt wie der Bundesverkehrsminster Andreas Scheuer, der von Anfang an fest im Hintern der Autolobby saß und sich dort auch prächtig wohlfühlt. Scheuer ist die Inkarnation des Versagens und des Einknickens und doch noch immer im Amt. Obwohl längst lächerlich. Es gibt viele Beispiele, da Industrie und Kapital die Politik beherrschen. Gute Beispiele finden wir auch in den Branchen Chemie und Landwirtschaft. Eine weitere Oberversagerin in der Person der Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung. Was diese Frau alles erlaubt und vor allem was sie nicht verbietet oder angepackt hat, was da an Sonntagsreden über die Bühne geht und wie stark sie in den Fängen der Lobbyisten steckt, ist geradezu unfaßbar. Leidtragende sind wir alle, die den Schrott kaufen und fressen, die Tiere, die jämmerlich leben und elendiglich sterben. Auch hier sind die Umstände, die Auswirkungen bekannt. Getan wird nichts, sie ahnen es …. um keine Arbeitsplätze zu gefährden oder den Geldbeutel einiger (verschwindend Weniger) nicht zu schmälern.

Aber, sollten wir uns wundern, daß unfähige oder skrupellose, sich hemmungslos bereichernde Menschen in die Politik drängen? Natürlich nicht. Denn der Job Politik ist gut bezahlt, gut abgesichert, hat großes gesellschaftliches Ansehen (das könnte sich gerade ändern). Die große Mehrheit unserer Abgeordneten hätte niemals die Möglichkeit, in ihrem erlernten Beruf (wenn sie denn überhaupt einen haben, gell Herr Lindner, Frau Nahles, Herr Kühnert) eine derartige Absicherung, ein derartiges Einkommen zu erlangen. So ist der Weg in die Politik nur folgerichtig. Und wenn man dann auch noch die Chance bekommt, sich ein wenig vom großen Kuchen zu schnappen, so tut man das natürlich. Unternehmer oder Großverdiener finden wir in unseren Parlamenten nicht. Die haben weder die Zeit noch die Lust, sich in dieses System der zähen Masse zu begeben.

Das Dumme an der Geschichte ist nur, daß die Menschen, die es in der Politik so nach oben spült – und da wechseln wir bitte wieder auf die große Bühne – häufig über drei Dinge verfügen, die dem Normalbürger nicht, zumindest nicht so ausgeprägt, zur Verfügung stehen: Hohe Intelligenz, großes Charisma, absolute Skrupellosigkeit.

Dies finden wir in Vladimir Putin ebenso wie bei Xi Jinping, Erdogan, Orban, Bolsonaro und vielen anderen, die Verantwortung für uns Erdenbürger haben, diese aber nicht, und wenn dann nur egoistisch nutzen.

Immer wieder können wir feststellen, daß Menschenleben eine Währung sind, die nicht mehr viel zählt. Und dabei ist es egal, ob man von Düngemitteln vergiftet oder von Maschinengewehren niedermäht wird. Und ebenso dürfen wir feststellen, daß die Vernetzung der internationalen Politik, die heute ausnahmslos Wirtschafts- und Finanzpolitik ist (wer das leugnet ist blauäugig oder dumm) dermaßen groß ist, daß sich ethische Standards einfach nicht mehr verkaufen lassen.

Früher hätten Verhalten wie derzeit in Myanmar, unausweichlich zu internationalem Eingreifen und oder Krieg geführt. Hongkong, die Krim, Tibet, das Leid der Uiguren und viele Beispiele mehr zeigen, daß man eigentlich (ich hasse dieses Wort) eingreifen müßte, dies aber nicht tut oder kann, weil man viele gemeinsame Leichen im Keller hat. So sanktioniert man den Russischen Zaren Vladimir den Schrecklichen, Eroberer der Krim, Mörder an politischen Gegner und schließt mit ihm gleichzeitig milliardenschwere Deals ab und baut sogar eine Pipeline, damit er sein Gas verkaufen kann, ohne das er längst pleite wäre. Man schüttelt sich die Hände….der Bürger den Kopf.

Mächtige Prinzen dürfen auch öffentlich morden lassen und doch sitzen sie anstatt in einem Zuchthaus an den Tischen, an denen Weltpolitik gemacht wird. Es ekelt einen an. Ach ja, eine Eigenschaft hatte ich noch vergessen bei den Mächtigen dieser Welt: Die Fähigkeit, nichts wirklich an sich herankommen zu lassen und Nebenschauplätze aufzubauen, die mit dem Vergessen der Menschen arbeiten. Und mit der alles überstarhlenden Dummheit.

Wir Menschen als Rasse, als Spezies sind eine Fehlmutation. Unsere Hilflosigkeit dokumentiert sich nicht nur in der Unfähigkeit, den uns Heimat und Leben gebenden Planeten zu schützen und zu erhalten, sondern jetzt aktuell auch in der Ohnmacht winzigen Viren gegenüber, die den Kampf Mann gegen Mann und Staat gegen Staat wieder in uns beleben und die, sollte es ganz übel kommen, die Erde einfach entvölkern.

Irgendwie hat man, und damit zurück zur Kernaussage, derzeit das Gefühl, daß alles ein wenig zu schnell geht. Zumindest schneller als gewohnt, und in jedem Falle schneller als gedacht.

Die Geschichte hat uns ja schon eine Vielzahl an unglückseligen Gauklern, Mördern und Despoten vorgeführt. Ganze Schuljahre müssen wir damit verbringen, die Schandtaten der Wahnsinnigen und Machtbesessenen zu lernen von Dschingis Khan, Alexander, Napoleon und Adolf Hitler.

Aber eine weltweite virologische Pandemie und eine zusätzliche Pandemie der gänzlich Unfähigen und der eiskalten Machtmißbraucher gleichzeitig, das ist schon ein wenig viel was wir hier heutzutage verarbeiten und erdulden müssen.

Wetten, daß es bald aus dem Hort der Kinderschänder und geweihten Vertuschungsexperten zu hören sein wird, daß dies alles eine Strafe des Herrn ist für unser unsittliches und verfehltes Leben.

Die Kameraden auch noch, quasi als Bonusmaterial …. gehhobmidochgern!

Alles Gute für Sie und bleiben Sie gesund und munter.

Die Liebe ist wohl das Einzige, was man dem Unsinn sinnvoll entgegenstellen kann.

Ihr

Gehhobmidochgern