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auf dieser Seite können Sie in regelmäßiger Unregelmäßigkeit über Dinge lesen, die einem wachen Bürger begegnen, ihm nicht gefallen oder über die er sich ärgert. Ich gehöre keiner Partei an und möchte diese Seite auch nicht als Unterstützung irgendeiner Gruppierung verstanden wissen.
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C haotisch S elbstverliebt U nglaubwürdig

Liebe Leser,

kürzlich hatte ich mich – nach der Alleingangsveröffentlichung des neuen Bayerischen Landesentwicklungsplanes durch Minister Söder – an diesen „Heimatminister“, Herrn Söder, gewandt und gefragt, wie sich denn dieser Plan, speziell die nun mögliche Ausweisung von ungehemmten Gewerbegebieten und beispielhaft die Baumaßnahme am Riedberger Horn, mit seinen Wahlkampfaussagen, dem Grundsatzprogramm der CSU zum Heimatschutz und seinen Aussagen zum Riedberger Horn passen, die ja noch nicht so lange verhallt sind.

Hier veröffentliche ich nun die Antwort aus dem CSU-Service Büro.

Ich bin zutiefst traurig, daß diese Leute nicht einmal davor zurückschrecken, den lieben Gott zu bemühen, um ihre „Heute so – morgen-so-Politik“ zu rechtfertigen. Es ist einfach nur, leider nur, Geschwätz. Doch machen Sie sich bitte selber ein Bild.

Hier ist der Text im kompletten Original:

Sehr geehrter Herr Schifferer,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht an die CSU, in der Sie sich auf das Bauprojekt am Riedberger Horn und den Alpenplan beziehen.

Lassen Sie mich versichern: Für die CSU ist der Schutz unserer Heimat, insbesondere unserer Alpen, eine Herzensangelegenheit. Heimat stiftet Identität und spendet den Menschen Sicherheit.

Schon die Bibel enthält den Gottesauftrag die Erde zu bebauen – aber auch zu behüten. Wir verstehen die Welt als Gottes Schöpfung und erkennen daraus unsere Verantwortung, die Natur zu schützen und zu erhalten. Dazu haben wir beispielsweise durch das bayerische Kulturlandschaftsprogramm, welches in seiner Art das größte und finanzstärkste Agrarumweltprogramm in Deutschland darstellt, eine umweltschonende Bewirtschaftung von Agrarflächen ermöglicht.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass die wirtschaftliche Entwicklung einerseits und die Bewahrung von Natur und Umwelt andererseits in einem Spannungsfeld stehen können. Daher bedarf es in solchen Fällen einer sorgfältigen Abwägung. Für die CSU ist klar: Umwelt und Naturschutz haben für uns einen sehr hohen, gleichrangigen Stellenwert. Die Schönheit von Natur und Landschaft, sauberes Wasser, reine Luft und gesunde Böden – das sind Schätze unseres Landes.  Die CSU setzt sich dafür ein, dass unsere einzigartigen und in Bayern prägenden Landschaftsbilder erhalten und gepflegt werden.

Klar ist aber auch, dass der Tourismus für die Bewohnerinnen und Bewohner im Oberallgäu von teils existenzieller Bedeutung ist. Durch den Bau des Lifts schaffen wir ein noch besseres touristisches Angebot für ganze Region ohne eine substantielle und großartige Umgestaltung der Landschaft. Die getroffene Zonenabänderung beschränkt sich lediglich auf etwa 80 Hektar, was wiederum nur 0,04% der Gesamtfläche der sog. „Zone C“ entspricht. Als Kompensation werden 304 Hektar an bereits bestehendem, naturschutzfachlich wertvollem Land in die „Zone C“ aufgenommen. Dies entspricht somit einem Zugewinn von etwa 224 Hektar Schutzfläche für „Zone C“.

Von Anfang an war es uns ein wichtiges Anliegen, die betroffenen Kommunen und die Bevölkerung vor Ort in den Entscheidungsprozess miteinzubinden und eine entsprechende Bürgerbeteiligung anzustoßen. Denn wir sind der Überzeugung, dass die Menschen in den beiden Gemeinden, die dort in der Natur und auch von der Natur leben, entsprechend Gehör finden müssen. Die Bürgerbeteiligung in den beiden betroffenen Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein hat insoweit klar gezeigt, dass die Menschen vor Ort mit großer Mehrheit eine Änderung der Zonenabgrenzungen am Riedberger Horn befürworten.

Trotzdem wollen wir keinesfalls gegen den Willen der Bevölkerung handeln. Dieser Zweifel konnte durch die positiv entschiedenen Bürgerentscheide der betroffenen Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein ausgeräumt werden. Klar ist nun: Die Bürger vor Ort befürworten dieses Projekt mit klarer Mehrheit!

Obgleich die Bevölkerung wie auch die CSU für dieses Projekt steht, müssen trotzdem noch alle Genehmigungsverfahren zu Natur- und Artenschutz durchlaufen werden. Zu guter Letzt lassen Sie mich Ihnen versichern, dass es sich bei diesem Projekt keinesfalls um einen Präzedenzfall für zukünftige Bauvorhaben im Alpenraum handelt! Denn der Alpenplan ist und bleibt ein wichtiges und notwendiges Instrument zum Schutze unserer Alpen. Aber der Alpenraum ist eben auch Lebensraum von Menschen, die über Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten in ihrer Heimat verfügen sollen.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen mit unserer Antwort die Hintergründe unserer Entscheidung etwas näher bringen und Ihnen verdeutlichen, dass wir  die Verantwortung für unsere Schöpfung sehr ernst nehmen. Als politisch engagierte Bürger haben Sie vielleicht auch Interesse an anderen Themen unserer Partei. Wir laden Sie herzlich dazu ein uns auch im Internet unter www.csu.de zu besuchen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Florian Dellinger
Service Büro

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