Liebe Leser,
auf dieser Seite können Sie in regelmäßiger Unregelmäßigkeit über Dinge lesen, die einem wachen Bürger begegnen, ihm nicht gefallen oder über die er sich ärgert. Ich gehöre keiner Partei an und möchte diese Seite auch nicht als Unterstützung irgendeiner Gruppierung verstanden wissen.
Danke, dass Sie vorbeischauen!

Also, mal ganz ehrlich …

… man soll ja nicht vergleichen, denn Vergleiche hinken meist. Trotzdem möchte ich das heute mal versuchen, so unter dem Motto: Früher war alles besser!

Einem jungen Menschen stellen sich ja die Haare auf, hört er diesen oder ähnliche Sprüche wie z.B.: … das hätte es früher nicht gegeben ….. Aber merkwürdigerweise ist es von je her ein gut gepflegter Brauch der älteren Generationen, an der Jugend kein gutes Haar zu lassen, während umgekehrt die Meinung vorherrscht, dass die „Alten“ keine Ahnung haben, ewig gestrig sind und den Fortschritt nicht verstehen. Interessant zu lesen, was da schon im alten Griechenland dazu gesagt und gedacht wurde. Erhalten, weil einige fleißige Bürger jener Zeit, die Dialoge festgehalten haben, die man nahtlos in einen heutigen Bericht einfügen könnte, ohne daß man den Geruch des Altertums würde feststellen können. Der Mensch kann sich – leider, wie wie wir immer wieder erleben – nicht verändern.

Lassen Sie uns doch heute einmal „Errungenschaften“ und Entwicklungen betrachten, die es früher in der Tat nicht gab und lassen Sie uns hinterfragen, ab man ob dieser wirklich von Fortschritt sprechen kann.

Aktuell ist es ja so, dass unter der Führung eines verwirrten Despoten mit einer desaströsen Persönlichkeitsstörung quasi eine Liste angelegt wird von Dingen, die in die Vorzeit zurückgedreht werden und die uns plakativ zeigen, dass wir (was Philosophen und Naturwissenschaftler seit hundert Jahren schon anprangern) massiv und konsequent auf dem Holzwege sind.

Das geradezu unglaublich intensiv gepflegte Weghören ansichtlich von Warnungen und Hinweisen, betrifft natürlich hauptsächlich jene Kaste, egal in welchem Land, die für die großflächigen Entscheidungen zuständig ist, die Politiker. Hier ist die Regierungsform auch unerheblich, denn ob frühere Monarchien, aufstrebende Demokratien oder gescheiterte Versuche, wie z.B der Sozialismus, völlig wurscht, denn keine einzige der Führungsformen brachte eine Rasse hervor, die zugehört und weise gehandelt hätte. In jedweder Regierungsform wurde eigenes Machtstreben, die Mehrung des eigenen Einflusses und persönlichen Reichtums dem vorausschauenden Denken und dem Allgemeinwohl untergeordnet. Die Zahl an hierfür vorhandenen Beispiele ist endlos lang. Und ebenso traurig.

Doch werden wir nun konkret:

1. der Krieg

Ein nach dem 8. Mai 1945 in Europa geborener Mensch hat 77 Jahre Ruhe gehabt vor der dümmsten Aktivität des Menschen, die seine häßlichste und abstoßendste Seite zum Vorschein bringt. Im aktuellen Fall ist der Anlaß für dieses sinnlose Töten und Zerstören derart dämlich und unsäglich, dass man es kaum glauben kann. Aber erneut gehorchen Menschen wider besseres Wissen einem Einzelnen, einem rücksichtslosen Volltrottel. Und ja, seit meiner Geburt bis zu dem Ausbruch des Ukraine-Krieges, lebte es sich besser. Nicht frei von Aufgaben und Rückschlägen natürlich, aber deutlich sorgenfreier.

Im Zusammenhang mit diesem Konflikt treten Spannungen, kapitale Fehleinschätzungen, falsche Allianzen und eine geradezu unglaubliche Schläfrigkeit an den Tag. Es fühlt sich heute an, als hätten alle Verantwortlichen nach dem Motto gehandelt: Es wird schon gut gehen. Schließlich: Warum sollte es Krieg geben? Warum sollte man kein Gas mehr bekommen? Warum sollten die aufhören uns zu beliefern? Warum sollten wir Handelsbeziehungen beenden? Warum sollten wir Einzelteile nicht mehr bekommen? Warum sollten Nahrungsmittel nicht mehr frei gehandelt werden können? Tausende von warnenden Vorträgen, Abhandlungen und Vorlesungen wurden im Vorfeld, in den letzten Jahrzehnten, gehalten. In der Regel wurden die Verfasser und Fachleute als Querulanten oder Schwarzseher abgetan. Gut, es ist nicht angenehm, wenn einer dauernd warnt und rumnörgelt. Ich hatte früher auch nie verstanden, warum die von mir einst so verehrte Bundeskanzlerin so unkritisch, teils direkt faul, an wichtigen Zukunftsaufgaben „vorbeiregierte“. Heute zahlen wir alle den Preis für Versäumnisse, Fehleinschätzungen und blindem, unkritischem Vertrauen.

2. Unsere Denkfaulheit

Ja, ja, geben wir es nur zu. Hinterher ist leicht zu kritisieren. Aber auch wir sind – und zwar als Kollektiv – extrem träge, teilweise sogar desinteressiert geworden. Dramatische Umstände rütteln wach und erleben uns in einer geradezu beispiellosen Hilflosigkeit. An Wasserhähne aus denen kein Wasser kommt, an Heizkörper, die man aufdreht und sie heizen nicht, an leere Regale im Supermarkt und Benzinpreise, die sich bald nur noch Superreiche leisten können, daran waren und sind wir nicht gewöhnt. Seien wir doch mal ehrlich: Wann haben Sie sich intensiv mit all diesen Problemen auseinander gesetzt? Ich meine freiwillig und im Vorfeld der Notwendigkeit? Da war diese Doku auf Arte über die Wassermangelproblematik, den daraus resultierenden Hunger … aber auf dem anderen Kanal der Tatort mit Börne und Thiel …

3. Moderne Technologien

Seit dem Zeitalter der Industrialisierung hat der Mensch ein massives Problem mit neuen, aufstrebenden Technologien. Der Urklassiker hierzu ist die Erfindung des Webstuhls, der ganz Europa in eine tiefe soziale und ökonomische Krise stürzte. Es folgten die Zeitalter der Dampftechnik, des Automobils, der Chemie, der Atomkraft und – anhaltend – jenes des Computers. Segen und Fluch zugleich, wie alle Erfindungen. Ich muß Ihnen nicht beschreiben, welch fatale Auswirkung auf unsere soziale Interaktion das Zeitalter des Smartphones hat. Ohne merkbaren Widerstand verblöden wir und machen uns zu freihändig Fahrrad fahrenden Idioten, die nebenbei eine Nachricht tippen oder online ein Spiel spielen. Familien sitzen im Restaurant und schauen gebannt auf den Bildschirm des jeweiligen Gerätes, ein jeder in seiner eigenen Welt, froh mit dem anderen nicht interagieren zu müssen. Früher mußten wir mit einander reden. Und ja, auch das war besser.

4. Mangelnde Bildung

Früher nahm man sich Zeit, den Kindern das Schreiben und Lesen, die Grundrechnungsarten beizubringen. Der normalen Sprache war der weitaus größte Teil der Bevölkerung mächtig. Heute wird viel in Sprechblasen gesprochen und die Zahl der Analphabeten steigt ständig. Anstehende Aufgaben werden per App erledigt. Das war früher besser, der Einzelne besser ausgerüstet.

5. Lebensmittel

Es ist schier unfaßbar, wie der Kunde und Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln verarscht wird. Mal wird die Verpackung so verändert, dass eine Preiserhöhung versteckt wird, denn es ist einfach weniger drin, mal wird ein Produkt angeboten, dass mit dem, was es sein soll gar nichts mehr zu tun hat. Siehe gefärbte und in Chemiearomen getauchte Holzstückchen, die Erdbeeren im Joghurt simulieren sollen oder Käse, der nie eine Molkerei gesehen hat aber den Weg auf die Pizza fand, denn er kommt aus einer Chemiefabrik. Produkte, die von je her als Pfund gehandelt wurden, werden heute als 400 Gramm Packung angeboten. Der Landwirt war früher stolz darauf, seinen Viehbestand ordentlich, sauber und gesund zu halten. Heute pfercht man Schweine in unsägliche, natur- und tierverachtende Eisengestelle auf blankem Beton. Und die Politik schaut zu. Das war früher besser.

6. Politiker

Es ging eine Frau oder ein Mann in die Politik nach oder in einem Geist und Körper bildenden Beruf oder Studium. Es waren Menschen, die gewohnt waren, Verantwortung zu übernehmen und ein gerüttelt Maß an Lebenserfahrung zurückgreifen konnten. Oft wurden Sie von ihren Mitbürgern dazu gedrängt:“ Ach, mach Du das doch, Du kannst das!“ Und diese Menschen übernahmen Aufgaben in der Kommune, dem Kreis oder dem Bund.

Heute haben wir viele Berufspolitiker, die in ihrem Leben noch nicht einen Tag gearbeitet haben sondern nur schlau daher geschwätzt (siehe Nahles oder Kühnert, Lindner). Das war früher besser.

7. Das Fernsehprogramm

Natürlich gab es früher nicht so eine große Auswahl an Sendern. Aber mal ehrlich, könnten wir nicht völlig sorgenfrei auf 98,5 Prozent der Sender verzichten? Sex, Drugs, Gewalt, unsägliche Schwachkopfserien wie Dschungelcamp oder Rotlichtreports wollen Zuschauer finden. Und das schlimme ist, sie finden welche. Kein Kommentar dazu, welch Geistes Kind jemand ist, der seine Zeit solchem Unsinn schenkt. Das war früher besser, da es den Quatsch nicht gab.

Auch gab es keine Intendanten, die sich aufführten wie kriminelle Despoten und herrische Monarchen, die eigene Tasche im Fokus. Es wurden für die Übertragung von Sportevents keine Milliardenbeiträge bezahlt. Geld, das heute einen ruinösen Menschenhandel ermöglicht.

8. Das Wetter

jetzt werden Sie sagen: jetzt spinnt er aber! Nein, das tut er nicht, denn er kann sich erinnern, dass früher Regen fiel, dann schien wieder die Sonne, dann fiel Schnee, der dann im Frühjahr wieder schmolz. Ich war schon reiferen Alters, als ich den Ausdruck „Starkregen“ erstmalig hörte. Leider gehört es heute ins Klimabild, dass Regenfälle desaströs ausfallen und sogar Todesopfer fordern, ganz Ortschaften weggespült werden weil zu viel auf einmal von oben kommt. Nur wenige Monate später sterben die Pflanzen auf den Äckern ab, das ganze Land ist gelb und braun weil überhaupt kein Niederschlag mehr fällt. Wasser ist knapp. Und nicht nur in Afrika sondern auch in Castrop-Rauxel und Gießen, in Saarbrücken und Bottrop. Klar gab es früher auch Unterschiede in den Niederschlagsmengen, aber im Winter gab es Schnee und im Sommer die kurze Hose. Die Veränderung war ja angesagt, die Erderwärmung. Dass es aber so schnell gehen würde, dass wir es innerhalb eines Lebens miterleben, wer hätte das gedacht? Ich fand das Wetter früher ausgeglichener und besser.

Es gäbe noch eine Menge an Feldern, die man zu diesem Thema bearbeite könnte und sicherlich fallen Ihnen selbst einige Dinge und Vorgänge ein, die sie früher für besser hielten, menschlicher, passender oder einfach einfacher (siehe den Umgang mit Ämtern, Behörden).

Und natürlich feiern wir unglaubliche Erfolge in diversen Bereichen wie z.B. der Raumfahrt oder der Medizintechnik, der Pharmazie. So werden in kürzester Zeit Wirkstoffe gegen Seuchen entwickelt. Was früher ein Jahrzehnt dauerte gelingt heute in 10 Monaten. Allerdings gab es da auch diese Seuchen noch nicht …

Mei, früher war es eben besser.

Versuchen wir, mit den uns gestellten Aufgaben zurecht zu kommen und dort etwas zu verbessern, wo wir etwas verbessern können. Nehmen wirnicht jede Neuerung als positiv an und zeigen wir den Konzernen, dass nicht alles geht.

Konrad Adenauer hat einmal gesagt: „Wir müssen die Menschen nehmen wie sie sind. Denn andere gibt es nicht!“

Ok, keine anderen. Aber mehr davon, die verantwortungsvoll handeln wäre nicht schlecht.

Das meint

Ihr

Gehhobmidochgern

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