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Alles aus dem Ruder gelaufen – das ist gefährlich.

Fehlschläge sind nicht das Ding vom machtkranken Wladimir. Und im Moment torkelt er von einem zum nächsten. Das macht ihm so gar keinen Spaß und er hat sich mit seinen irrationalen Aktionen und Entscheidungen selbst zum Getriebenen gemacht.

Die Anbiederung an China ist jetzt auch noch mißlungen, die Mobilmachung eine Farce auf Papier und sicherlich wird es ihm nicht gefallen, dass Männer, die befürchten, eingezogen zu werden, einfach noch schnell das Land verlassen ehe der Gestellungsbefehl kommt. So manche Eltern werden ihren Sohn noch schnell in ein Flugzeug oder einen Bus ins benachbarte Ausland setzen unter dem Motto: Stell Dir vor es ist Krieg und wir gehen nicht hin!

Dieses innen- wie außenpolitische Desaster macht den russischen Präsidenten brandgefährlich. Verlieren ist für ihn keine Option. Käme seine Armee verprügelt nach Hause, ohne territorialen Gewinn, ohne eine greifbare gute Nachricht so verbliebe nur das totale Debakel von zerstörten wirtschaftlichen Beziehungen, der totalen Isolation seines Volkes, eine auf Jahre hinaus geschädigte wissenschaftliche und produktionstechnische Struktur und die Erklärungsnot, warum er ohne jeden Anlaß derart viel Kriegsmaterial und zehntausende von Menschenleben geopfert hat. Irgendwann wird es ihm nicht mehr gelingen, den russischen Menschen so dreist und dümmlich zu belügen, eine Kette von Fehlschlägen abzuliefern.

Meinen Hut ziehe ich vor jenen Bürgern, die trotz martialischer Strafen (Putin hat noch schnell vor kurzem ein Gesetz erlassen, dass es dem Staat erlaubt, jemanden, der Kritik übt, für 15 Jahre!!! weg zu sperren) auf die Straße gehen, um ihren Unmut zu zeigen. Von innen und außen hat sich Putin in eine unhaltbare Situation manövriert. In wenigen Monaten hat er eine falsche Entscheidung an die nächste gereiht. Selbstüberschätzung, Fehleinschätzungen, dazu ein krankes Gehirn, ein gefährlicher Cocktail für einen Despoten der über Nuklearwaffen verfügt. Viele Jahre hat Putin darauf verwandt, sich treue Vasallen heranzuzüchten. Menschen, die ihn vergöttern und ihm blind folgen. Man kann nur hoffen, dass – sollte es zum Äußersten kommen – diese Menschen den Befehl nicht ausführen, sondern den haltlosen, ethikfreien Diktator von innen heraus von der Macht entfernen.

Putin hat sich verzockt. Das tut einem, der sich für besonders schlau hält, sehr weh. Weh tut auch, wie feige und kurzsichtig sich der Westen verhalten hat als er den „Versuchsballon Krim“ gestartet hat. Der Ukraine Konflikt begann nicht damals, es war bereits eine wohlkalkulierte Strategie zu erkennen, die von den politischen Führern aber unter Motto „es wird schon nicht so schlimm kommen“ sanft weggequatscht wurde, die Hosen voll vor einem Konflikt mit dem großen Rohstofflieferanten.

Innerhalb der restlichen Länder dieser Erde ist nun ein Gerangel um Ressourcen entstanden, das den Ton untereinander deutlich verschärft hat. Zeigt man im militärischen Kampf gegen Russland noch gemeinsam Flagge, so hat der jener um Nahrungsmittel und Energie, die nicht aus Russland stammen, sich erheblich zugespitzt. Die Arschkarte haben – wie immer – jene Länder, die im Konzert der Milliardenausgaben nicht mithalten können, bei denen Versorgungsschiffe und Gaslieferung schlicht nicht ankommen.

Im Bundestag schreien sich Politiker an und schieben sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu, anstatt in einer konzertierten Aktion für Verbesserungen zu sorgen. Geradezu abartig wie ein Friedrich Merz die Tatsache, dass fast zwei Jahrzehnte seine Parte verantwortlich war, einfach wegschiebt und der Schlaumeier aus Bayern jeden Tag eine neue Forderung in den Raum stellt. Beide im ständigen Wahlkampfmodus, das große Ganze bietet ihnen hier nur eine häßliche Oberfläche den politischen Gegner vorzuführen. Die Regierung hat einfach keine Blaupause für ein Verhalten in derart abartigen Zeiten. Woher auch?

Und gerade diese Uneinigkeit gereicht Putin zum Vorteil. Wie kein zweiter versteht er es, politische Gruppierungen zu verunsichern und gegeneinander aufzustacheln. Einigkeit ist jetzt aber gefragt, denn jetzt, da auf allen Ebenen alles aus dem Ruder läuft, sollten wir uns nicht zerfleischen, sondern gegenseitig helfen. Und keine Sekunde einen Mann aus den Augen lassen, der völlig unberechenbar ist und dem zusehends die Mittel ausgehen derer er sich noch bedienen könnte, um das Blatt zum Guten zu wenden.  Waidwund ist er, erfolglos, verzweifelt, seine Unterstützung schwindet jeden Tag. Hoffentlich hat er noch so viel Ehre im Leib, dass er nicht Millionen Unschuldige – auch im eigenen Lande – in eine nukleare Katastrophe führt. Die Gefahr aber ist groß.

Ihr besorgter

Gehhobmidochgern

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