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Krieg war nie eine Lösung und wird nie eine sein

Das beinhaltet doch (die Vokabel „eigentlich“ lasse ich weg, da ich sie wegen unklarer Schwammigkeit nicht mag), dass man tunlichst auf diese brutale und im Endeffekt sinnlose Methode verzichten muß/sollte/kann. Gleichzeitig könnte man ungeahnte große Kapitalströme darauf verwenden, das Leben für Mensch und Tier erträglicher zu gestalten, der Umwelt eine Chance zum Überleben anzubieten.

Aber das Gegenteil ist er Fall. Die versöhnliche Hand wird nicht gereicht, die vernünftigen Reaktionen bleiben aus, es wird weiter sinnfrei und brutal gekämpft.

Für den aktuell in Osteuropa stattfindenden Krieg (der feige Putin verbietet sogar, ihn so zu nennen, was die Mütter der Gefallenen nicht beruhigen kann) gibt es nicht mal einen Grund, außer dem Wahn eines Einzelnen. Sämtliche, mit schrägen Theorien gestrickten, geschichtlich verlogen abgeleiteten Gründe sind eben schlicht gelogen. Es geht und ging Putin immer und ausschließlich um seine Machtspiele und die Erweiterung des Machtbereiches. Seines persönlichen. Dem normalen Bürger Russlands ist es herzlich egal, ob die Krim oder die ganze Ukraine zum Staatsgebiet gehören. Er möchte schlicht nicht im Krieg sterben. Auch die Menschen in den anderen Kriegsgebieten dieser Erdkugel möchten nicht sterben, werden aber von ihren Führern in diese Konflikte geschickt und gehen – erstaunlicherweise – auch noch hin!

Es gibt ja den alten Vorschlag von Karl Sandburg, der bereits 1868 geboren wurde: „Stell Dir vor, es wäre Krieg und keiner geht hin!“ Welch simple und probate Lösung für die dauerhafte Erlangung des Friedens! Die Sache hat nur einen Haken. Denn die gemeinen Anführer haben für diese Art der Nichtbereitschaft, sich töten zu lassen, die Todesstrafe vorgesehen. Und so ist man, wenn man nicht hingeht, am Ende auch tot.

Aber schlußendlich ist es schon bemerkenswert, wie sich junge Menschen dazu bewegen und zwingen lassen, in den Krieg zu ziehen. Wie Länder, ja ganze Kontinente (siehe aktuell Europa), die auf einem guten, sprich friedlichen Weg waren, kollektiv die Achseln zucken und sagen: Ja, wir wollten ja nicht, aber wir müssen, wir werden dazu gezwungen. Mit der Folge, dass Unfrieden in die Herzen wieder einzieht, man Erfolge in Wirtschaft und Klimaschutz zerstört und die sogenannten „Falken“ wieder neu angefeuert ihre Strategien verkaufen, Hass erzeugen können und die Entwicklung und der Verkauf von Waffen neue Höchststände erreicht, jenes Kapital auffrisst, das für dringend notwendige, vernünftige Projekte der Menschheit benötigt wird.

Kein einziger Krieg hat – nehmen wir die uns zur Verfügung stehende, bereits betrachtbare Geschichte – kurz-, mittel- oder längerfristig jenen Erfolg generiert, wegen dem er begonnen wurde. Und erstaunlicherweise stehen hinter den größten und dümmsten, der verheerendsten, menschenverachtendsten und sinnlosesten, den verlustreichsten Auseinandersetzungen immer Einzelpersonen mit einem veritablen Schuß in der Rübe. Das wirklich Verrückte an der Geschichte ist doch, dass man Leute wie Napoleon, Hitler, Alexander oder Putin nicht daran hindern konnte, mit diesem Schwachsinn zu beginnen. Keiner fand sich, der den Krieg mit ungezählten Toten dadurch verhindert hätte, dass es nur einen Toten gab. Kein Volk hatte die Kraft und den Mut, zu sagen, bis hierher und nicht weiter! Man folgte den Irren in die Katastrophe! Und leidvoll werden jene enttäuscht (wie auch ich), die da glaubten, dass man nach 77 Jahren des Friedens den Schuß endlich gehört hätte. Nein, es wird erneut geschossen, gemordet, gelogen und sinnlos zerstört!

Die Geschichtsschreiber der Zukunft werden, wenn auch dieser kriegerische Unsinn Bestandteil der Geschichte geworden ist, wenn Putins Gebeine längst vermodert sind, sich fragen und feststellen, dass auch die Auseinandersetzung, die 2022 begann, niemandem geholfen aber Vielen Unglück gebracht hat, die Welt buchstäblich vom richtigen Weg abgebracht hat.

Die Unfähigkeit des Menschen, vor allem auch des Kollektivs „Volksgemeinschaft“, solche Entwicklungen zu verhindern, ist schon bemerkenswert. Und so sollten wir uns auch nicht der Illusion hingeben, dass, wenn dieser Krieg vorbei ist, es nicht irgendwo einen neuen geben wird.

Solche Gedanken hatten schon die vormilesischen Philosophen nach männerraubenden Gemetzeln. Eine riesige Menge an gescheiten und bedeutenden Personen hat diese Gedanken vorgetragen, in Wort und Schrift verbreitet. Man hat einen Friedensnobelpreis geschaffen.

Bisher aber ist es der Menschheit nicht gelungen, diesen Frieden auch einmal flächendeckend zu versuchen. Und das etwas länger als 77 Jahre.

Stellen wir also die Uhren am Kriegsende wieder auf null und fangen erneut an, zu hoffen.

… allein, mir fehlt der Glaube … (Danke, Dr. Faust, dass ich mit Ihnen schließen darf)

Ihr

Gehhobmidochgern

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